Georg fährt extra nach Berlin um Steve Ballmer zu treffen

Windows Phone Praktikum — Halbzeit

Wir ver­an­stal­ten die­ses Win­ter­se­mes­ter an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen ein Bache­lor-Prak­ti­kum zu Win­dows Pho­ne (die offi­zi­el­le Web­sei­te zum Prak­ti­kum ist: Deve­lo­ping Mobi­le App­li­ca­ti­ons using .NET and Win­dows Pho­ne 7). Das Prak­ti­kum ist mit 11 Stu­den­ten „aus­ge­bucht“. Da Micro­soft uns freund­li­cher­wei­se 10 Win­dows Pho­nes (leih­wei­se) zur Ver­fü­gung gestellt hat, haben wir die glück­li­che Situa­ti­on, dass jeder Stu­dent sei­ne Apps mit ech­ter Hard­ware aus­pro­bie­ren kann (von den 10 Gerä­ten sind sogar eini­ge übrig geblie­ben, da eini­ge Stu­den­ten pri­va­te Win­dows Pho­nes besit­zen).

Mitt­ler­wei­le haben wir etwa die Halb­zeit des Prak­ti­kums erreicht und haben schon schö­ne Ergeb­nis­se vor­zu­wei­sen, von denen ich eini­ge hier vor­stel­len will. Zunächst aber ein paar Wor­te zum Ablauf des Prak­ti­kums.

Ablauf

Wir haben das Prak­ti­kum in drei Pha­sen ein­ge­teilt:

  • Pha­se 1 — In der ers­ten Pha­se soll­te jeder Stu­dent eine Eier­uhr ent­wi­ckeln. Die­se soll­te dem Benut­zer die Mög­lich­keit bie­ten, die gewünsch­te Här­te des Eis, die Grö­ße des Eis usw. ein­zu­stel­len. Wir haben die­se simp­le Auf­ga­be gewählt, damit die Stu­den­ten mit der Platt­form und der Ent­wick­lungs­um­ge­bung ver­traut wer­den kön­nen. Da eine Eier­uhr (nor­ma­ler­wei­se) kei­ne Daten­ver­bin­dung, Sen­so­ren, Kame­ra oder sons­ti­ge Spe­zi­al­funk­tio­nen des Tele­fons benutzt und kei­nen kom­pli­zier­ten inter­nen Zustand hat, schien uns die­se Auf­ga­be gut geeig­net für den Ein­stieg in die Ent­wick­lung.
  • Pha­se 2 — Die zwei­te Pha­se bestand noch mal aus einer Rei­he von Übungs-Apps. Hier hat­ten wir aller­dings nur The­men vor­ge­schla­gen und auch eige­ne Ide­en der Stu­den­ten zuge­las­sen. Zudem soll­ten die Stu­den­ten in der zwei­ten Pha­se in Teams zusam­men­ar­bei­ten.
  • Pha­se 3 — Die drit­te Pha­se läuft seit kurz vor Weih­nach­ten bis zum Ende des Prak­ti­kums Anfang Febru­ar. In die­ser Pha­se ent­wi­ckeln die Stu­den­ten „grö­ße­re“ Apps von der Kon­zi­pie­rung bis zur Ver­öf­fent­li­chung im Mar­ket­place (zumin­dest im Ide­al­fall). Hier muss­ten wir kei­ne Vor­schlä­ge mehr machen — alle Teams hat­ten selbst­stän­dig ein Kon­zept ent­wi­ckelt, wel­ches sie im Rah­men des Prak­ti­kums umset­zen wol­len.

So, jetzt aber zu den Ergeb­nis­sen des Prak­ti­kums:

Die Eieruhren

Ein paar Impres­sio­nen der acht ent­stan­de­nen Eier­uhr-Apps fin­den sich in den Screen­shots unten (zum Ver­grö­ßern ein­fach auf ein Bild kli­cken).

Schon wit­zig, wie­viel Krea­ti­vi­tät man sogar in so eine recht ein­fa­che App ste­cken kann — von der Mög­lich­keit, die Grö­ße des Eis durch Ver­schie­ben eines umge­ben­den Rah­mens zu mes­sen (sie­he das ers­te Bild links unten) über die Eihär­te nach Bie­ber, Car­ter oder Ram­bo Art (sie­he das ers­te Bild von rechts oben) bis hin zu Achie­ve­ments beim Eier­ko­chen (sie­he das zwei­te Bild von rechts unten).

Zwei der Eier­uhr-Apps haben sogar den Weg in den Mar­ket­place gefun­den.

Die ers­te heißt Egg­ti­mer und ist in der Bil­der­se­rie auf dem Bild rechts unten zu sehen. Der Link zur Web­sei­te die­ser App ist: Egg­ti­mer.

Die zwei­te App heißt Egg Timer und ist in der Bil­der­se­rie auf dem zwei­ten Bild von links in der unte­ren Rei­he zu sehen. Der Mar­ket­place-Link zur App ist: Egg Timer.

Bei­de Apps sind mehr­spra­chig (Deutsch und Eng­lisch).

Die Ergebnisse der zweiten Phase

In der zwei­ten Pha­se des Prak­ti­kums sind sie­ben Apps ent­stan­den, die gegen­über der Eier­uhr etwas mehr Funk­tio­nen des Tele­fons benut­zen. Die sie­ben Apps im ein­zel­nen sind:

RSS Cloud

Ein ein­fa­cher RSS Reader. Eini­ge Screen­shots der Anwen­dung befin­den sich hier:

Die App bie­tet ein­fa­chen Zugriff auf eini­ge inter­es­san­te RSS Feeds.

Track My Life

Die­se Anwen­dung besteht im Wesent­li­chen aus einem Hin­ter­grund­dienst, wel­cher jede hal­be Stun­de den Stand­ort auf­zeich­net (nur lokal im Gerät). Dadurch kann man sein eige­nes Leben spä­ter nach­ver­fol­gen. Wie oft war ich schon in Frank­furt? Wo hal­te ich mich am meis­ten auf? Wie­vie­le Städ­te habe ich schon besucht? Die besuch­ten Orte wer­den zudem über Heat­spots abhän­gig von der Häu­fig­keit der Auf­ent­hal­te auf einer Kar­te ange­zeigt.

Eini­ge Screen­shots der Anwen­dung befin­den sich hier:

Beson­ders inter­es­sant sind die­se Screen­shots, da sie die ers­ten Mock­ups der Benut­zer­ober­flä­che und das jewei­li­ge Resul­tat gegen­über­stel­len.

Pomo­do­ro

Eine Anwen­dung zur Unter­stüt­zung der Pomo­do­ro Tech­nik zum Zeit­ma­nage­ment. Eini­ge Screen­shots zur Pomo­do­ro App fin­den sich unten. Da die Anwen­dung bis zur Ver­öf­fent­li­chung im Mar­ket­place noch wei­ter­ent­wi­ckelt wird, sind die Screen­shots mög­li­cher­wei­se nicht ganz die end­gül­ti­gen.

Auf den letz­ten bei­den Screen­shots sieht man die Anwen­dung ein­mal mit der dunk­len und ein­mal mit der hel­len Farb­ein­stel­lung des Tele­fons. Sehr hübsch!

Die App wird dem­nächst im Mar­ket­place erschei­nen. Mehr (und aktu­el­le) Infor­ma­tio­nen zur App befin­den sich hier: Pomo­do­ro App von MaSta Soft­ware.

Fly­ing­Ti­les

Ein her­aus­for­dern­des Geschick­lich­keits­spiel, wel­ches — wie ich fin­de — die Ästhe­tik des Win­dows Pho­ne sehr schön auf­greift. Anstatt Screen­shots ist hier ein You­Tube Video von wpcentral.com (dem­entspre­chend mit ame­ri­ka­ni­schem Spre­cher):

Im Mar­ket­place fin­det man Fly­ing­Ti­les hier: Fly­ing­Ti­les Down­load. Das Spiel hat auch eine Face­book-Sei­te. Dort fin­det sich das aktu­el­le Lea­der­board und aktu­el­le Infor­ma­tio­nen zum Spiel: Fly­ing­Ti­les auf Face­book.

Pol7

Eine Anwen­dung zur Erstel­lung von „Polaroid“-Fotos. Mit der Anwen­dung kann man ein Foto auf­neh­men oder aus der Bild­bi­blio­thek wäh­len, einen beson­ders inter­es­san­ten Aus­schnitt aus dem Bild aus­wäh­len und auf die­sen dann einen Effekt — z.B. den Pola­ro­id-Effekt, Tilt Shift oder Sepia — anwen­den.

Eini­ge Screen­shots zur Pol7 App befin­den sich hier:

Eine klei­ne Prä­sen­ta­ti­on mit eini­gen wei­te­ren Infor­ma­tio­nen zur App (und Schwie­rig­kei­ten bei der Ent­wick­lung) befin­det sich hier.

Mobi­le Ping

Die­se Anwen­dung ermög­licht es, einen belie­bi­gen Rech­ner vom Han­dy aus „anzu­pin­gen“. Da man vom Win­dows Pho­ne nicht direkt einen Ping abset­zen kann, besteht die Anwen­dung aus zwei Tei­len: einem Ser­ver, wel­cher den tat­säch­li­chen Ping-Befehl absetzt und der Cli­ent-Anwen­dung fürs Tele­fon, wel­che die Ergeb­nis­se dar­stellt.

Die Rei­hen­fol­ge der Screen­shots ent­spricht dem „Arbeits­ab­lauf“ in der App: Zunächst gibt man die Adres­se des Ziel­rech­ners ein. Auf der nächs­ten Sei­te bekommt man die Ergeb­nis­se von Ping und Trace­rou­te zum Ziel­rech­ner in Form einer Lis­te ange­zeigt. Auf dem drit­ten Screen­shot sieht man die Ergeb­nis­se von Trace­rou­te auch noch in die Welt­kar­te ein­ge­blen­det. Nicht zu sehen in den Screen­shots ist, dass man auf eine Mar­kie­rung in der Kar­te tip­pen kann um wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum ent­spre­chen­den „Hop“ zu bekom­men. Der vier­te Screen­shot zeigt die Aus­ga­ben des Ser­vers bei der Arbeit mit der App.

Simp­le Tel­net

Ein Tel­net Cli­ent fürs Han­dy. Man kann in die­ser Anwen­dung die Zugangs­da­ten meh­re­rer Ziel­rech­ner ver­wal­ten und zu die­sen eine Tel­net-Ver­bin­dung auf­bau­en. Ursprüng­lich hat­ten wir die App als SSH Cli­ent gedacht. Das SSH Pro­to­koll war aber lei­der zu auf­wän­dig zu imple­men­tie­ren. Auch für die jet­zi­ge Ver­si­on mit dem ein­fa­che­ren Tel­net Pro­to­koll war genug zu tun — das Tel­net Pro­to­koll muss­te zu 100% selbst imple­men­tiert wer­den.

Eini­ge Screen­shots des gar nicht so simp­len Simp­le Tel­net Cli­ents fin­den sich hier:

Wie man an den Screen­shots sieht, bie­tet einem die App eine voll­wer­ti­ge Tel­net-Kon­so­le, die sogar noch ziem­lich „echt“ aus­sieht.

Soweit zu den bis­he­ri­gen Ergeb­nis­sen unse­res Prak­ti­kums. Es geht span­nend wei­ter!

Die dritte Phase

Die drit­te Pha­se ist der­zeit in vol­lem Gan­ge. Des­halb kann ich an die­ser Stel­le noch nicht all­zu­viel über die ent­ste­hen­den Apps ver­ra­ten. Alle Kon­zep­te sind aber sehr viel­ver­spre­chend. Ich bin mir sicher, dass wir im Febru­ar eine Rei­he tol­ler Apps haben wer­den.

1 Kommentar

  • Ein guter Arti­kel zum The­ma Win­dows Pho­ne Prak­ti­kum. Schon erstaun­lich was ihr bis zur Halb­zeit in euren Prak­ti­kum gemacht habt. Hut ab.… macht wei­ter so.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.